Freitag, 28. März 2014

Der Horrorsee

Ich habe mir noch nie Gedanken um meinen Tod gemacht. Diesen Abend wollte ich einen Spaziergang im Dunkeln verbringen. Langsam lief ich an einem See entlang, das Wasser kam mir bis zu den Fußknöcheln. Es war mir egal, ob ich nass wurde. Ich trug schließlich nur eine Hotpants und ein Top. Ich fing an zu frieren. Wie jede Nacht hier. Doch ich tat nichts dagegen, warum auch immer. "Ah!" In einem unachtsamen Moment, stolperte ich über einen großen Stein und fiel nach vorne ins Wasser. Ein Fels stieß mir in den Bauch und der harte Boden hatte mir die Knie, Oberschenkel, und Handinnenflächen aufgeschürft. Außerdem blutete meine Lippe. Gott, wie kann man nur so unglücklich fallen, dass man so aussieht als wäre man gerade verprügelt worden? Ich hustete Blut und stand schwankend auf. Nach Luft schnappend sah ich mich um. Als ich zum See blickte, sah ich, dass leichter Nebel aufkam. Ich setzte mich auf einen Stein und fing an zu weinen. Ich konnte nicht mehr laufen. Und ich war im Nirgendwo. Und wenn es nicht schon schlimm genug wäre, kam jetzt auch noch Nebel auf. Das war ja super gelaufen! Der Nebel wurde mit der Zeit immer dichter. Nach ein paar Minuten konnte ich nicht mal mehr meine Hände vor lauter Nebel sehen. Ich geriet in Panik. Seit wann gibt es hier so starken Nebel...?
Ich stand schwankend auf und versuchte, mich zu orientieren – doch vergebens. Ich sah nur noch weiß. „Hilfe!“ Mein Ruf verstummte schon kurze Zeit später. Eine Träne rollte meine Wange herunter. „Das ist ein Traum!“ rief ich und stürzte. „Nur ein Traum!!“ Ich weinte heftig.
Aber dann fiel mir mein altes Handy ein.
Ich hatte es für Notfälle an, ein altes Nokia Handy. Es ist ziemlich Robust. Aber ob es Wasserfest ist? Ich zog es aus meiner Hosentasche und schaltete es zitternd ein. Meine Gedanken spielten verrückt, während ich sah, wie das Handy startete.
Schnell wählte ich die Nummer meiner Mutter. Zum Glück gab es hier Empfang.
Es wählte. Ich wartete und wartete, bis schließlich jemand abnahm! Endlich!
Doch ich hörte nur ein Atmen am anderen Ende der Leitung. „Hallo?“ Mit zitternder Stimme fragte ich: „M-Mum?“
Keine Antwort.
Eine Sekunde verging, Zwei. Drei vergingen und Vier.
Dann eine Stimme: „Schau hinter dich.“

Montag, 24. Februar 2014

Der Tagebucheintrag

Ghost-girl-in-mirrorFreitag 22:03
Ich wollte eigentlich schlafen gehen, als mich plötzlich ein komisches Gefühl überkam – Angst. Ich hatte heute Mittag die Geschichte von Bloody Marry und noch ein paar andere Geschichten von plötzlichen Erscheinungen, die den Protagonisten verstörten. Heute Mittag empfand ich das noch als Schwachsinn, doch jetzt trieben mich die Vorstellungen an diese Geschichten in die Paraneua... Ich schob diesen Gedanken schnell bei Seite und machte mich schon einmal Bett fertig, als ich ein Krachen hörte, es war mein Kater, doch lies mich dieses Geräusch zusammenfahren. Er trottete gemütlich zu mir um mit mir noch ein Weilchen fern zu sehen. Es war Wochenende und das Fernsehen würde mich etwas ablenken. Irgendwann schlief ich ein...
Samstag 12:00
Ich machte mir etwas zu essen. Die Nacht hatte ich ruhig geschlafen. Mein Kater hatte die ganze Nacht bei mir geschlafen, was mich beruhigte. Ich aß und ging mich anschließend umziehen. Ich steckte mal wieder mit dem Kopf im Pulli fest, weshalb ich nicht sah was sich vor mir im Spiegel abspielte, doch als ich es sah, wünschte ich mir ich hätte mich heute einmal nicht vor dem Spiegel umgezogen. Ein Mann mit weißem Haar und traditionell japanischer Totenkleidung stand regungslos da. Ich drehte mich blitzschnell um, doch dort war niemand. Als ich mich wieder zum Spiegeln wand, war dort auch niemand, doch dann sah ich etwas: ein blutiger Handabdruck bildete sich auf der anderen Seite des Spiegels, ich wusste, dass es die andere Seite war, denn das her runter laufende Blut berühre nie den Rahmen des Spiegels. Es ist lustig, was sich das menschliche Gehirn in einer Situation von purer Angst alles für Details merkt...
Ich verdeckte alle spiegelnden Gegenstände als ich wieder klar denken konnte.
Verlor ich langsam den Verstand?
Sonntag 02:06
Ich kann nicht schlafen, immer wieder spielt sich das Ereignis von heute Mittag in meinem Kopf ab.
Sonntag 03:45
Ich bin irgendwann aufgrund mentaler Erschöpfung eingeschlafen.
Sonntag 12:38
Ich habe total beschissen geschlafen. Ich hatte immer wieder Alpträume und polternde Geräusche waren zu hören, doch war das schlimmste, dass mein Kater die ganze Zeit neben mir lag, weshalb er nicht für diese Geräusche verantwortlich gewesen sein konnte.
Ich werde langsam wahnsinnig...
Ich beschloss alle Decken und Vorhänge von den Spiegel abzuhängen und alles genau zu untersuchen. Nichts, bis auf den Spiegel mit dem Handabdruck. Ich konnte meine beiden Hände hinein tauchen. Ich hielt sie hinein, bis ich einen unbeschreiblichen Schmerz spürte. Ich zog meine Hände heraus und sie waren gehäutet! Ich wurde bewusstlos und fiel in den Spiegel.
„Die Person starb an den Scherben, die sich in ihre lebenswichtigen Organe bohrten. Sie beendete ihren Tagebucheintrag, indem sie von ihren gehäuteten Händen schrieb. Wir von der Polizei untersuchten natürlich sofort ihre Hände, doch waren sie unversehrt. Wir gehen davon aus, dass die Person diese Ereignisse erst aufschrieb und dann aufgrund totaler Erschöpfung auf den Weg ins Badezimmer in den Spiegel stürzte. Die Sichtungen waren wahrscheinlich aufgrund der angeschlagenen geistigen Gesundheit der Person hervorgerufen, da sie stark von dem Kontakt mit sogenannten Creepypastas beeinträchtigt wurde.“

Lullaby Rock: Eine Candle Cove Denkschrift

Kinder mögen es, ein kleines Bisschen, in der passenden Art, wenn sie erschreckt werden. Sie mögen keine lauten und schrecklichen Sachen, aber wenn etwas ein Gefühl von perfekter Proportion von Furcht verbreitet, wird es den Verstand eines Kindes drehen und anstelle von Unbequemlichkeit fühlen welche es zurückschrecken lässt, wird es eine Art von Abenteuer verbreiten, sodass es möglicherweise herausfinden muss, ob es wirklich etwas gibt, wovor es zurückschrecken muss.
Candle Cove tat dies für mich. Vielleicht waren es die merkwürdigen Marionetten. Vielleicht war es das Thema über heimgesuchte Höhlen, mörderische Piraten und Skelette, die Haut zermahlten. Vielleicht war es die komische Kamera- und Soundqualität. Was auch immer es war, ich war 1971 fünf Jahre alt und sah die Pilotenfolge eines Tages als meine Mutter Besorgungen machte und daher konnte ich machen was ich wollte. Ich sah die Show und war sofort gefesselt.
Meine Neugier kam wieder auf und meine Vorsicht verringerte sich, da ich vor kurzem von der Theorie, dass die Show nur ein schwaches Statisches Signal sei und von den Spekulationen über diese “Schreiende Episode” gehört hatte welche der Laughingstock und ihrer Crew ein abruptes Ende auf der hohen See und Kanal 58 bescherte. Ich kann dir jetzt sagen, dass es nicht nur ein totes Signal oder Schnee war. Jedoch kann nicht ich bestätigen, dass die Episoden 2 - 12 existieren, denn ich hatte keine Möglichkeit sie zu sehen, sowie auch alle Episoden der zweiten Staffel. Im Grunde genommen wurden sie ja nur ein Mal gesendet. Deswegen hatte ich sie verpasst.
Am Dienstag den 21. September 1971 kam ich von der Schule in dem schwerfälligen Volkswagen nach Hause. Da laut meiner Mutter nichts Interessantes im Fernsehen lief ließ sie mich für eine Stunde an den Fernseher während sie auf ihrem Trainingsrad im Keller fuhr. Und, natürlich, wie an dem Tag vor einigen Wochen, schaltete sich der Fernseher auf 58.
Episode sechs von Staffel eins, hieß, wie ich später herausfand, “Ship Crash”. Passend genug, bestand die Prämisse daraus, dass Percy über den lieblichen Song der “Singenden Delphine” (eine Frau ist im Hintergrund zu hören, wie sie rhythmisch gurrte) grübelte und daraufhin am Steuer der Laughingstock einschläft und anscheinend in seinem Schlaf steuert und in einen großen, gezackten Stein steuert, welcher an einer Ecke einer Höhle austrat. Der Rest der Episode handelte darüber, dass Janice und Poppy verzweifelt versuchen das Schiff zu reparieren, bevor es sinken würde, während sie dagegen kämpfen würden einzuschlafen.
Schließlich erblicken sie einen merkwürdigen Baum, der in der Nähe der Spitze des gebirgigen Steines wuchs und sie entschieden sich, dass es ein großartiges Holz für eine Signalfackel wäre, also holte es Janice. Auf ihrer Reise begann sie schlafzuwandeln, dadurch traf sie dann auf Susan Siren.
Susan, hatte, wie die meisten der anderen Charaktere der Show, ein billiges, fast absichtlich merkwürdiges Design: Sie war eine Marionette, aber eine Schauspielerin und ihr Gesicht und Körper war mit einer seegrünen Blässe bemalt, ihre Lippen waren lebhaft orange. Sie war, naja, recht unangemessen für eine Kindershow angezogen, ihre Brüste waren nur durch einen metallischen Büstenhalter bedeckt, kleine Ketten (möglicherweise ursprünglich für eine Halskette gedacht) dienten als Riemen. Ihre untere Seite war ähnlich gekleidet, sie hatte eine große Kette (offensichtlich aus Pappmaschee) an ihrem “eisernen” Höschen welche mit dem Stein hinter ihr verbunden war, darauf anspielend, dass sie dort festgekettet war. Die obere Hälfte ihres Kopfes, einschließlich ihrer Augen und Nase, war von einem Kopfteil bedeckt, welches sie mehr “cartoonig” aussehen lassen sollte, aber das Kopfteil war auch blassgrün, ebenfalls hatte sie orangene Haare und große, sphärenartige orangene Augen die zum Lippenstift passten.
Susan Siren erklärt Janice, dass sie vor Jahrhunderten nach “Lullaby Rock” verbannt wurde, als eine Flotte von Schiffen, wegen ihres hypnotischen, einschläfernden Gesanges, fasst auf Grund lief. Janice beklagte, dass sie Susan nicht befreien könne, aber sie versprach, dass sie sie wieder besuchen würde, sollte Susan ein weiteres Schiff anlocken (ohne, dass es einen Unfall bauen würde) um sie zu retten. Susan willigte ein und sang ihr friedliches Lied über “deine harte Arbeit auf der See” und wie “du dir dadurch ein Nickerchen verdient hättest”.
An diesem Tag kam ich besonders erschöpft war. Daran konnte ich mich noch erinnern. Was im Kindergarten passierte, das einen Fünfjährigen so erschöpft lies ist mit der Zeit vergessen worden, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich müde war. Also befolgte ich Susans Ratschlag und anstatt mich weiter hin zu setzen, legte ich mich auf die Couch und sank meine schweren Augen. Nach wenigen Sekunden, nachdem meine Augenlider alles dunkel machte, hörte ich das Ende des Songs und Susan wies Janice an: “Jetzt, schau dir das an.”
Meine Augen zuckten auf, gierig zu sehen, was passierte. Aber es war etwas anderes: Der Raum war weiß, so wie die Bettlaken auf dem Bett, in welches ich anscheinend gewickelt war. Dort war eine silberne, kastenartige Maschine, die mich umgab und monoton beepte. Eine kleine Röhre stocherte in meinem Arm und war mit einem hängenden Beutel mit klarer Flüssigkeit verbunden. Ich wollte ihn anfassen, aber ich hatte Angst vor den Schmerzen. Ich wollte schreien, aber eine große Röhre wurde in meinen Mund gestopft. Ich wollte weinen und kämpfen und die Wände niedertreten, aber ich war zu schwach, also blieb ich beim schluchzen. Nach ein paar Minuten kam eine Frau in einem weißen Kleid herein gerannt und rief nach einem Doktor, der mich einfach nur ansah und beobachtete. Aber er rief meine Mutter und nachdem ich von all diesen Maschinen abgesteckt wurde, mich an sie klammerte und mit ihr freundlichere Schluchzer ausgetauscht hatte, setzte sie mich hin und erklärte mir, dass ich für fasst zwei Jahre in einem Koma lag.
Also warum wurde meine Neugier erst jetzt wieder erneuert? Ich denke, dass ich es nie an diese Show verknüpfte. Die Doktoren gaben mir nie eine direkte Antwort, warum mir das ganze passierte, also wem könnte sonst noch eine einfallen? Ich beschäftige mich erst seit ungefähr eine Woche wieder damit, ca. einen Monat, nachdem meine Mutter starb. Ich ging einige ihrer Steuerrechnungen durch, als ich einen leeren Briefumschlag von der NASA fand, welcher auf den 29. Dezember, 1971, datiert war. Die Art von Briefumschlag, in der möglicherweise ein Check angekommen sein könnte.

AS-64: Feuertod

Zitate aus einem Tagebuch:

10. Oktober 54
Seit ich Kaiser bin, hat sich vieles ins Positive verändert. Es gibt genug Wohlstand, der Senat ist zufrieden, die Aristokraten haben alles, was sie brauchen. Alles ist perfekt und ich finde, das sollte auch so bleiben. 
Das Einzige, was mir wirklich Sorgen bereitet, ist das Partherreich. Sie überfallen unsere Karawanen in Armenien und wir können dort keine dauerhafte Infrastruktur aufbauen. 

22. November 54
Endlich habe ich es geschafft!!! Mein Bruder Britannicus ist tot. Es war so einfach! Ich habe ihm ein Gift in Speis und Trank gemischt und niemand hatte etwas bemerkt. Alle dachten, er hatte einen Anfall, weil er ja an dieser sonderbaren Krankheit leidet, die sich "Epilepsie" nennt. Dadurch war er eh immer recht schwächlich und kraftlos. Mein größter Konkurrent ist nun endlich beseitigt.

5. Mai 58
Es sind nun einige Jahre seit meinem letzten Eintrag vergangen und was soll ich sagen?  Corbulo, mein Stadthalter der Provinz Cappadokia, hat mit lokaler Unterstützung ein großes Heer aufgestellt und beginnt nun einen Feldzug gegen das Partherreich. Heute werde ich noch einige Aufständische hinrichten lassen, die diesen Feldzug als "dumm und nutzlos" ansehen.

12. November 58
Ich habe mich in diese Frau verliebt. Sie trägt den wundervollen Namen Poppaea Sabina. Ich habe um ihre Hand angehalten und sie sagte Ja. Das ist der schönste Tag in meinem Leben. Aber leider muss ich noch meine Frau loswerden. Ich muss weiter Pläne schmieden, ohne das Volk und den Senat zu verärgern.

3. März 62
Ich bin sie endlich los! Endlich! Ich habe sie verbannen lassen, aber damit das Volk keinen Verdacht schöpft, habe ich ihr eine Romanze mit einem Sklaven angehängt. Der Senat ist zwar ruhig geblieben, aber das Volk liebte Octavia sehr. Ich muss sie töten lassen. Ich schicke sofort einige Attentäter, die sich darum kümmern sollen. Ihr sollen ihre dreckigen Pulsadern aufgeschlitzt werden und dann soll sie qualvoll in heißem Dampf ersticken!!!

18. Juli 64
Ich halte das Volk nicht mehr aus!!! Immer wollen sie was Besseres und immer mehr von meinem Gold! Es ist zu teuer, sie alle töten zu lassen, aber ich habe meine treusten Diener geschickt, überall in der Stadt kleine Brandherde zu verursachen.

19. Juli 64
Die ganze Stadt brennt!!! Und ich stand einfach auf meinem Balkon und spielte zu dem fröhlichen Knistern etwas Harfe. Endlich wieder Ruhe, endlich keine Verschwendungen mehr. Die Wärme, das Knistern... einfach herrlich.

1. April 65
Poppaea ist tot. Sie ist während der 2. Schwangerschaft gestorben. Aber nicht schlimm. Das erste Kind habe ich durch einen kräftigen Tritt in ihren Unterleib getötet, ich war ihr einfach nicht mehr wichtig. Während der zweiten Schwangerschaft starb sie dann einfach. Niemand weiß zwar wieso, aber mir ist es eigentlich egal. Nun habe ich endlich wieder nur Zeit für mich.

Datum unleserlich, Schrift sehr unleserlich


... Galba als neuer Kaiser. Der Senat erklärte mich zum Feind des Volkes. Welch Künstler ist mit mir zugrunde gegangen! Meinen vier Begleitern kann ich nicht vertrauen ich muss sie endlich loswerden... [Der Rest war nicht zu entziffern]

9. Juli 68
Da bin ich nun... Ich höre die römischen Pferde. Diese Bastarde wollen mich lebend kriegen!!! Das werden sie aber nicht. Niemand wird mich kriegen, nicht einmal der Tod höchstpersönlich. Merkur, Jupiter steht mir bei...


Bemerkung:

Der alte Kaiser Nero des römischen Reiches hatte sich einen Dolch in den Hals gerammt und starb daran. Ein römischer Soldat versuchte den verrückten Kaiser zu retten, um die auf seinen Kopf ausgesetzte Belohnung zu erhalten. 

Freitag, 21. Februar 2014

Ein Stück Pizza

201101281148210.Pizza Salami StueckHallo mein Name ist Nathan.

Vor einigen Jahren ist mir etwas passiert worüber ich bis heute noch nie geredet habe. Es lässt mich jeden tag meines Lebens leiden. Ich habe das Gefühl wenn ich darüber schreibe und andere meine Geschichte erfahren es mir  besser gehen wird. Glaub ich zumindestens. Also vor genau 4 Jahren an einem Samstag um ungefähr 14 Uhr bin ich aus dem Haus gegangen um mir im Gamestop ein neues Spiel zu kaufen. Ich liebte Videospiele sehr. Der laden war ungefähr 2 Kilometer entfernt also wollte ich die Straßenbahn nehmen. An der Haltestelle angekommen fand ich einen Zettel: ,,Sehr geherte Bus/Bahn fahrerIn es tut uns sehr leid aber vom 12 bis zum 14 Februar fährt auf der Creepsstraße kein Bus und keine Starßenbahn wegen bauarbeiten. Wir bitten um ihr Verständnis." ,,Na toll wieso musste ich Gary auch mein Auto ausleihen?" Ich wollte wirklich gern ein neues Spiel da wenn ich mal nicht arbeite oder schlafe denn ganzen tag nur zocke und meine anderen Spiele hab ich schon durch oder sie sind langweilig.
Ich sagte mir selbst ,,Ich wollte sowieso mal wieder wandern gehen.. auch wenn es in der Stadt ist." Ich wollte einfach denn Bahnschienen folgen bis ich ankomme. ,,Moment mal, ich kann ja einfach Gary anrufen und in sagen das ich mein Auto brauche." Ich hollte mein Handy aus meiner Jacken Tasche und wählte seine Nummer:,,Hey hier ist Gary, hinterlass mir eine nachricht und ich ruf zurück" ,,Na toll Anrufbeantworter. Der Idiot mach sicher grad wieder irgend etwas dummes. Das tut er immer. Naja dann muss ich laufen..." Ich machte mich auf denn Weg nach ungefähr 200 Metern bekamm ich einen ziemlich starken Hunger. Ich hab es einfach ignoriert.
Die Straßen waren relativ leer ungefähr alle 2 Minuten fuhr ein Auto vorbei was ziemlich ungewöhnlich ist normalerweise ist es viel aktiver hier. Ich dachte mir nichts dabei und ging weiter nach 500 metern wurde der starke Hunger zu einem mega Hunger. Ich kapierte nicht wieso ich so ein hunger hab vor 30 Minuten hab ich noch Hamburger gegessen und war echt Scheiße satt danach. Es hört sich grad sicherlich so an als ob ich ein fetter Idiot bin der ohne Essen nicht leben kann aber so ist es nicht.
Nach ungefähr 1,3 Kilometern sah ich eine Pizzeria. Sie hieß "La Morte" Ich konnte kein bisschen Italienisch also verstand ich nicht das sie "Der Tod" hieß. Die Geschichte hört sich ab jetzt sehr unglaubwürdig an aber ich schwöre zu Gott (auch wenn ich nicht an sowas glaube) Es ist passiert! Ich wollte mir mit meinem Geld eine Pizza kaufen. An der Tür war ein leuchtendes "Open" Schild also ging ich davon aus das geöffnet war. Natürlich ging ich herein. Jedoch war kein Gast da und niemand war hinter der Theke. Es war eine Klingel an der Kasse ich drückte sie und wartete 10 Sekunden. Niemand tauchte auf. Ich drückte nochmal und wieder nichts.
Ich dachte der Betreiber ist vielleicht hinten in der Küche eingeschlafen. Wäre auch logisch da draußen kein Mensch ist also ist es gut möglich das heute nichts los ist und der Verkäufer nichts zu tun hat. Jeder normale Mensch wäre einfach aus denn Laden raus gegangen. Ich wünschte ich hätte es auch getan jedoch hatte ich so einen Hunger das mein Magen schon geschmerzt hat. Ich guckte in die Toilette vielleicht musste der Betreiber ja mal.
Niemand war in der Toilette. Ich ging raus aus dem Klo und beschließ in die Küche zu gehen. Es war sehr kalt, staubig und dunkel. Es gab kein Fenster und die einzige Lampe hat geflackert. Ich sah mich um aber wie zu erwarten war kein Mensch im Raum. Es war nichtmal ein Ofen oder etwas anderes da. Nur ein kleiner brauner Tisch mit einem Teller. Auf diesen Teller war ein Stück Pizza.
es sah lecker und saftig aus außerdem hat es noch gedampft also musste es frisch sein. So sah es auch aus. Ich wusste das ich es ganz klar nicht essen sollte kann ja sein das in ihr was schädliches drin war. Ich richte etwas. Es war die Pizza und sie roch einfach gut. Der Hunger war so stark das ich mein Magen schon rufen hörte ich soll diese verdammte Pizza essen. Es war wirklich sehr sehr dumm von mir es zu tun. Es wäre auch dumm gewesen wenn es ein ganz normales Stück Pizza gewesen wäre. Ich nahm es in die Hand und beißte ab. Ich hatte nach dem abbeißen das Gefühl jemand steht hinter mir. Na toll hab ich mir gedacht während ich mich umdrehte um den Betreiber zu erzählen was zur Hölle ich hier machte.
Zu meiner Überaschung war niemand da. Naja gut für mich dachte ich als ich den letzen Rest der Pizza runter schluckte und aus dem Laden ging. Die Pizza schmeckte echt gut und obwohl es nur ein Stück Pizza war und ich denn Hunger meines lebens hatte fühlte ich mich wieder satt. Ich lief eine weile als ich auf der anderen Straßenseite einen Italienisch aussehenden Mann sah er hatte eine Schürze um sich mit roten flecken. Er hatte auch ein mit roter flüssigkeit verschmiertes Messer in der Hand und war mit Schnitten überseht.
Ich rufte zu ihn rüber: ,,Entschuldigung ist alles in ordnung mit ihnen?" Er starrte mich einfach an. ,,Hallo?" Rief ich wieder. Einige Sekunden später ging er in eine Gasse. Ich war neugirig also wechselte ich die Straßenseite und schaute vorsichtig in die Gasse. Sie war ungefähr 4 Meter lang und am ende war eine Wand. Der mysteriöse Mann war einfach weg. Ich bekamm Panik wo war er hin? Nach einigen Sekunden hab ich mich wieder beruhigt und beschloß weiter zu laufen. Endlich am Laden angekommen sprach mich ein Polizei beamter an:,,Entschuldigen sie sir haben sie diesen Mann gesehen?"
Er zeigte mir ein Bild von denn selben Mann denn ich vorher gesehen hatte. Ich bekamm sofort starke Gänsehaut und antwortete zögerlich mit ,,Ähm nein wieso denn?" Der Beamte erzählze mir das am anderen Ende der Stadt Der Betreiber einer Pizzeria alle seine Kunden mit einem Messer umgebracht hat. Er bedankte sich für meine Zeit und ging wieder weg. Mit dem schock meines Lebens hab ich entschlossen mir ein Taxi nachhause zu rufen. Toll auf ein Taxi hätte ich Idiot auch früher kommen können. Als das Taxi an dem Ort vorbeifuhr wo die Pizzeria "La Morte" war sah ich sie nirgends. And der Stelle wo sie war ist nun ein einfaches Wohnhaus. Überall waren wieder viele Autos und einige Fußgänger.
Ich wusste das die Sache die mir passiert ist, etwas nicht normales gewesen sein kann. Als das Taxi ankamm bezahlte ich den Fahrer und schloß meine Wohnungstür auf. Sie war wie zu erwarten abgeschloßen. Alle Fenster waren auch zu. Ich ging in mein Wohnzimmer und schaltete den Fernsehr ein. Es waren Nachrichten.
,,Vor 5 Stunden hat der Betreiber einer Pizzeria alle seine 4 Gäste grausam mit einem Messer ermordet. Nach dem Täter wird noch gesuch.. Oh ich habe gerade gehört das die Leiche des Täters gefunden wurde. Ich höre er ist schon seit ungefähr 4 Stunden tot. Also hat er eine Stunde nachdem er seine Opfer ermordet hat sich umgebracht." Ich bin aufgesprungen ,,WAS!? Wenn er schon so lange tot ist, wie konnte ich ihn vorhin sehen? Was zur Hölle ist mir passiert? Was war dieses Geschöpf?"
Ich hatte noch nie so eine angst in meinem Leben. Früher habe ich an Geister (ja ich bin mir mittlerweile sicher es war etwas Paranormales wie ein Geist) nie geglaubt. Aber das hat meine Sichtweise völig verändert.
Ich sagte mir selbst es war nur einbildung und wenn ich etwas schlafe geht es mir besser.
Ich öffnete meine Schlafzimmer Tür und sah auf meinem Bett ein Stück Pizza.                                                     Daneben war eine Schürze mit roten Flecken und ein Messer mit roter Flüssigkeit verschmiert. An der Wand wurde mit Bluroter Schrift geschrieben: 4 JAHRE NOCH UND ICH LIEFERE SIE DIR
Ich wollte schreien, jedoch bevor ich nur einen einzigen ton äußern konnte spürte ich was kaltes an meinem Nacken. Es war das kälteste was ich jemals spüren musste. Danach kann ich mich nur noch dran erinnern wie ich zu boden falle.
Ich wachte im Krankenhaus auf und wurde nach einen tag wieder entlassen. Irgendwelche Verletzungen hatte ich zum glück nicht. Der Artzt hatte vorher noch gesagt das ich 12 tage im Komma war. Ich bin nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus so schnell wie es ging umgezogen. Seit diesem tag bekomme ich eine Panik Attacke wenn ich ein Stück Pizza sehe.
An alle die diese Pizzeria namens "La Morte" finden... Moment mal dort klopft jemand an meiner Tür.. 
Hallo mein Name ist Gary. Ich habe diesen Text auf dem Computer von meinem Freund Nathan gefunden. Er ist vor 2 tagen gestorben. Die Polizei hat noch nichts gefunden. Er hatte ein Messer im Bauch und ein Stück Pizza neben sich. Ich werde diesen Text für ihn veröffentlichen das hätte er sicherlich so gewollt. 

Rosies Lied

"Nein, nein! Ich will nicht!! Lass das Licht an! Lass das Licht an, bitte, lass das Licht an!!"; schrie Rosie. Ihre Mutter seufzte. Sie ging zum Bett ihrer Tochter herüber und setzte sich neben ihre Tochter, auf die Bettkante. "Rosie.", sagte sie zu dem Mädchen: "Du bist heute sechs Jahre alt geworden - willst du da denn immernoch mit Licht schlafen?" Rosie sah sie mit großen Augen an. Tränen liefen über ihr Gesicht. "Oh, nein. Wein doch nicht kleine.", sagte ihre Mutter und strich ihr über die Haare:" Ich weiß ja, was das letzte Mal passiert ist, als du versucht hast im dunkeln zu schlafen... aber... Oma war alt. Es hatte nichts mit deinem Alptraum zu tun. Du... es war nicht deine Schuld!" Während sie das sagte überkahm sie allerdings schon ein mulmiges Gefühl.   


Vor zwei Jahren war Rosie bei ihrer Großmutter zu Besuch gewesen...                                                              "Oma, schau mal !", rief das Mädchen fröhlich: "Ich hab dir ein Bild gemalt !!" Sie hielt das Bild hoch. Man konnte darauf ganz deutlich fünf Strichmännchen erkennen. "Das ist aber schön!", sagte ihre Oma zu ihr: "Wer sind die alle, auf deinem Bild?" Das Kind deutete auf das erste Strichmännchen:" Das bist du!", sagte sie lächelnd, und zeigte als nächstes auf zwei der Strichmännchen die sich an den Händen hielten: "Und das sollen Mami und Papi sein !"  Ihre Oma hatte verstanden. Sie sah Rosie an: "Das Sollst dann wohl du sein?", meinte sie und sah sich das Bild genauer an :"Aber... wer ist das Mädchen neben dir?" Rosie sah nun ziemlich ernst aus:" Weßt du, Oma, das ist ein anderes ich. Mein ich, wenn ich schlafe. Nicht jeder hat so ein anderes ich... und es kommt nur wirklich zum vorschein, wenn es dunkel ist... und..." Ihre Großmutter musste lächeln: "Du hast so eine lebhafte Fantasie, Rosie." Verständnisslos sah das Mädchen sie an. "Aber, wo du es sagst: Es ist wirklich schon ziemlich spät. Du solltest langsam schlafen.", ihre Oma nahm das Bild: "Ich werde es aufhängen. Morgen. Aber jetzt, lass mich dich ins Bett bringen."  Rosie stand auf  ging in das Schlafzimmer, das ihre Oma extra für sie eingerichtet hatte und zog ihren Schlafanzug an. Dann legte sie sich ins Bett. Sie war fertig bevor ihte Großmutter den Raum betrat:" Da warst du aber schnell!", meinte sie und deckte die kleine zu: "Gute Nacht. Bis morgen." Dann drehte sie sich um und wollte das Licht ausschalten. "Stopp!", quitschte Rosie erschrocken: "Du darfst das Licht nicht ausschalten! Sonst wird sie kommen." "Du meinst deine...dein anderes ich? Ach, Rosie... sie kommt ganz sicher nicht. Ich weiß ja, dass deine Mutter dir immer ds Licht anlässt... aber ich bin sicher, du schaffst es ohne einzuschlafen!" Als sie den verzweifelten Blick des Mädchens sah fügte sie noch hinzu: "Soll ich dir etwas vorsingen?" Rosie sah sie mit großen Auge an: "Sie singt mir auch immer etwas vor..." Und so setzte sich ihre Oma zu ihr und sang ihr vor, bis Rosie eingeschlafen war...
Rosie lief einen langen, dunkle Tunnel endlang. Am Ende des Tunnels konnte sie ein schwaches Licht erkennen. Das Mädchen sah sich um. "Bist du da?", flüsterte sie in die Dunkelheit, und wartete. Nach einiger Zeit kam die Antwort in Form eines Flüsterns: "Ja...aber... es ist so schön dunkel draussen. Rosie... ich möchte mal wieder... rauß..."  Rosie war unglücklich: "Nein, bitte. Lass mich hier nicht alleine..." Wieder antwortete ihr die Stimme: "Aber du siehst doch alles, was ich tue... oder... schlaf einfach hier, bis ich wieder da bin..." Und sie fing an ihr etwas vorzusingen, bis Rosie erneut einschlief, diesmal in einer surrealen Traumebene, und nichts davon mitbekam, was in dieser Nacht passierte...
Als sie am nächsten Morgen im Haus ihrer Oma aufwachte, hatte ein Nachbar die Polizei gerufen. Zuerst wusste das Mädchen nicht was los war, bis ihr einer der Polizisten erklärte, dass ihre Grossmutter in der Nacht verstorben war und sie mit dem Auto zu ihren Eltern brachte. Die kleine war vollkommen erschrocken und vollkommen durcheinander von ihren Gefühlen...                                                                                                                  Als das Kind am nächsten Abend einschlief, wurde sie bereits erwartet...
"Was hast du gemacht?!", schrie Rosie ihrem zweiten ich entgegen: "Hast du sie getötet?!Diesmal dauerte es ein wenig bis die Antwort kam. "Ich kann doch nur rauß, wenn es dunkel ist, da wo du schläfst... das kam schon so lange nicht mehr vor, da musste ich meine Chance nutzen um... ein wenig Spaß zu haben. Weißt du... manchmal habe ich das Gefühl, du willst, dass ich nur in deinem Unterbewusstsein existiere. Dass ich deine Träume nicht verlasse. Rosie, willst du mich hier einsperren?", fragte die Stimme. Rosie wurde nervös. Sie sah zu Boden, dann antwortete sie: "Ich will doch nur, dass niemandem etwas 'schlimmes passiert."  Alles war still. Nach einiger Zeit, die Rosie wie Stunden vorkahm antwortete ihr zweites ich: "Aber... ich weiß, dass es dir im Unterbewusstsein auch Spaß gemacht hat! Ich weiß alles, was du fühlst - bewusst oder unbewusst. Und ich weiß, dass es dir Spaß gemacht hat!" Damit sprach sie Rosies größte Angst aus, das, was das Kind am meisten beunruigte. "Nein! Das stimmt nicht!!", rief Rosie: "Ich... ich hab hier geschlafen! Ich habe nichts mitgekriegt! Das war ich nicht! Das warst du!"  Statt einer Antwort hörte sie nur ein Lachen, welches scheinbar von überall her wiederhallte. "Aber... ich bin du!", hörte sie wieder die Stimme: '"Rosie... lass uns eins werden! Wir könnten so viel Spaß haben! Alles was du tun musst, ist zuhören! Ich werde dir wieder unser Lied vorsingen! Schlaf ein... wir werden eins sein!"  "Ich will nicht! Nein!", rief das Mädchen und hielt sich die Ohren zu: "Lass mich in ruhe!" Ihr zweites ich sah, dass sie jeden Moment aufwachen würde. "Eines Tages wirst du im Dunkeln schlafen."; rief sie  Rosie hinterher: "Und dann werde ich hier sein und wir werden eins werden, weil du dann dazu bereit sein wirst! Denn ich bin dein WAHRES ich!!"
Seitdem Rosie an diesem Tag aufgewacht war, war sie in ihren Träumen zwar in den Tunnel zurückgekehrt, aber er war jedes mal leer gewesen...


Nun saß ihre Mutter neben ihr auf der Bettkante und versuchte, sie zu überreden ohne Licht einzuschlafen. "Ich werde das Licht ausschalten, und dann kann ich ja noch hierbleiben, und dir eine Geschichte erzählen, bis du eingeschlafen bist?", meinte die Mutter. Rosie seufzte. Sie hatte die Diskussionen satt. Seit einiger Zeit, versuchten ihre Eltern schon, sie zu überreden. Sie hatte es einfach satt. "Ok...", sagte sie und sah ihre Mutter an:" Aber... ich will keine Geschichte. Kannst du... mir vielleicht... etwas vorsingen?"
Das erste Mal seit langer Zeit wusste Rosie, dass sie nicht alleine im Tunnel war. Und so wunderte sie sich auch nicht, als sie die ihr so gut bekannte Stimme hörte: "Da bist du ja endlich." Rosie nickte. "Ja...", sagte sie und ihr war klar, dass so etwas wie ein zweites ich nicht existiert, dass es nur ihr eigenes Unterbewusstsein war, mit dem sie da sprach:"Ich bin bereit!"  Und sie sangen das Schlaflied zusammen...
Ein paar Tage später war die Polizei zu ihrem Haus gerufen worden. Was sie vorfanden waren Rosies Eltern - beide erwürgt, aber an ihren Leichen konnte keine DNA des Täters festgestellt werden. Von Rosie fehlte jede Spur, aber die Polizei ging davon aus, dass sie wahrscheinlich entführt, und ebenfalls ermordet worden war.
...
Die beiden waren gerade auf dem Heimweg von einer Party. "Hörst du das?", fragte die etwa 16 jährige ihren Freund. Er sah sich um, dann nickte er. "Hört sich an, wie ein singendes Kind, oder?", meinte er zu seiner Freundin. "Irgendwie unheimlich...", fand sie. Sie gingen weiter. Plötzlich blieb sie kreischend stehen. Direkt vor ihnen auf der ansonsten leeren Seitenstraße stand ein Mädchen. Sie trug ein weißes Nachthemd und wirkte wie in Trance. Oder... als ob sie... Schlafwandelte? Ihre Schulterlangen, blonden Haare hingen glatt herunter. "Warum... was macht ein Kind hier um diese Uhrzeit?", wunderte sich die Jugendlichen. Das war einer der letzten Gedanken, bevor die Polizei sie erwürgt auffinden würden... und dass letzte was sie hörten, war Rosies Lied:


Sleep good,Sleep well,     (Schlaf gut, Schlaf gut)
Don´t look, behind your back...   (Schau nicht, hinter deinen Rücken...)
Sweet dreams, sweet dreams,    (Süße Träume, süße Träume,)
I´ll come soon...   (Ich werde bald kommen...)
I´ll get you...   (Ich werde dich kriegen...)

Die Gasse

BruceJohn Namara war ein alter Bulle. Schon alles gehört, schon alles gesehen. Und letztendlich hatte ihn das alles irgendwie abgestumpft. Er war taub, schmerzfrei aber nicht blind. Nein, seine Sinne waren scharf, wie die eines Schäferhundes. Für seine 58 Jahre, 39 davon im

Dienst des Chicago Police Departments, hatte er sich gut gehalten.
Das Schlagen der Autotür hallte durch die Straßen der Southside, des gefährlichsten Viertels der Stadt. Es übertönte das Gejaule der Polizeisirenen, das hier nachts, fast ohne Pausen, durch die Straßen zog. Detective Namara schob die Hand unter seinen dunkelgrauen Anorak und tastete nach seiner „Lebensversicherung“. Er spannte den Hammer seiner 9mm SigSauer, hörte es zweimal leise klicken. Seine Mundwinkel zogen sich zufrieden nach oben. Dann ging er mit großen Schritten auf die riesige Backsteinfassade zu, die lediglich vom schummrigen Licht der Gaslaternen beleuchtet wurde. Traurige Gegend, dachte Namara und kramte in der Manteltasche nach seinem Notizzettel. „69th street and troop - Code 4-1-7 – Klasse.”, 4-1-7, das stand für bewaffnete Person. Bullensprache.
Immer tiefer trat der Polizist in die Dunkelheit. Ganz mieses Gefühl. Ein blechernes Geräusch, Namaras Augen zuckten. Rechts, Links! Wo kam das her? Eine alte Dose rollte vor ihm aus. Eine Katze begann wild zu fauchen und verschwand. „Klasse John, das behälst du für dich“, er schmunzelte. Namara knipste seine Taschenlampe an. Vor ihm kreuzten sich zwei Gassen. Vorsichtig richtete er den Strahl der Lampe in die schwarze Einmündung. Eine Silhouette. „Polizei! Stehenbleiben!“. Der Schatten erstarrte für den Bruchteil einer Sekunde, schlug einen Haken und rannte davon.
Namara nahm die Verfolgung auf. Die Gassen schienen kein Ende zu haben und es fiel ihm schwer den Abstand zum Verfolgten zu verringern. Er war schließlich auch nicht mehr der Jüngste. Der Mann bog nach rechts. Namara holte auf und zog nach. Hab ich Dich. Die Gestalt stoppte vor einem 3 Meter großen Zaun. „Chicago Police! Sofort stehen bleiben!“. Von einer Sekunde zur nächsten, gefror ihm das Blut in den Adern. Er erkannte das bedrohliche Ende einer 12 Gauge. Eine von den Dingern, die auf diese Entfernung immer trafen. Und meistens töteten. Adrenalin schoss ihm in die Venen, seine Pupillen weiteten sich, die Lunge presste sich zusammen. Das ausdruckslose Gesicht des Gegenübers aber war eiskalt. Game Over, John.
Dreimal knallte es in kurzer Folge. Stille. Der Leib zuckte, brach dann wie ein nasser Sack in sich zusammen. Namara starrte ungläubig auf den leblosen Körper. Wo kam das her? Hinter sich konnte er Schritte vernehmen. Dann eine Stimme, „Chicago Police. Hände auf den Kopf!“. Erleichtert atmete John aus und gab sich zu erkennen.
„Da haben Sie aber Glück gehabt“, lächelte der junge Streifenbeamte, während er seine Waffe holsterte.
„Wie kommen Sie hierher?“
„War gerade in der Gegend, als ich was in der Gasse gehört habe. John Namara, stimmt´s?“
„Hast es erfasst, Jungchen. Danke, hast einen gut bei mir. Wie ist dein Name?“
„Nichts für ungut. Sie sind ja schon eine echte Legende. Mike Pendelstein, Sir.“
„Hast aber eiskalt abgezogen, Kleiner. Ist wohl nicht das erste mal.“
„Nein. Leider nicht.“
Einige Minuten später öffnete Namara die Tür seines Wagens, lehnte sich über den Fahrersitz und griff nach dem Funkgerät.
„Zentrale, hier Adam 3-6. Schießerei, 69th street and troop. Verdächtige Person am Boden, vermutlich tot. Könnt ihr ein paar Leute vorbei schicken?“
„Adam 3-6 hier Zentrale. Verstanden. Alles Okay bei dir?“
„Ja, alles klar soweit. Ein Officer Pendelstein hat mir den Arsch gerettet. Ist ´n guter Junge.“
Namara schaute zu dem jungen Polizisten, der in diesem Moment aus der Gasse schritt und ihn aufmerksam musterte. Wieder knackte es im Funkgerät.
„Witzig John, sehr witzig.“
„Was?“
„John, du bist ein guter Polizist. Aber genau diese dummen Sprüche sind der Grund, warum du nicht schon längst in der Chefetage sitzt.“
„Da will ich gar nicht sitzen. Und jetzt sagst du mir, was du verdammt nochmal damit meinst.“
„Pendelstein ist tot, John.“
„Du willst mich verarschen?“
„…stand damals überall in den Nachrichten. Abgeknallt von einem 17 jährigen Junkie. Mit einer abgesägten Schrotflinte.“
John versuchte den jungen Polizisten zu fixieren. Nur ein Schatten, eine Gestalt, verlor sich in der Dunkelheit der Gasse und verschwand. Er ließ das Funkgerät los und rannte ihm hinterher. „Hey! Stopp! Witzbold. Dich kriege ich!“ Die Dose, die Kreuzung, Links, Rechts! der Zaun! Niemand zu sehen. Nur ein lebloser Körper, die Augen weit aufgerissen. Drei Löcher in seiner Brust. Daneben die abgesägte 12 Gauge Schrotflinte. Auf einmal war alles ganz still. Selbst die Sirenen verstummten für einen Moment. Schon alles gehört, schon alles gesehen. Als ob. Ein Schauer lief ihm über den Rücken. Wurde er langsam senil?